Die GewinnerInnen des Umweltpreises 2015 - © Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Die GewinnerInnen des Umweltpreises 2015 - Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Diözesaner Umweltpreis 2015 vergeben

Viele Pfarren setzen nachahmenswerte, schöpfungsfreundliche Aktivitäten im Bereich Einkaufen und Wirtschaften. Die Jury und das Welthaus vergaben auch zwei Sonderpreise an die Pfarre Gratkorn und das Haus der Frauen.

 

 

 

Unter dem Motto „Nachhaltig einkaufen“ stand der Umweltpreis 2015, der in bewährter Weise vom Arbeitskreis Nachhaltigkeit unter der Leitung von Hemma Opis-Pieber ausgeschrieben wurde. Auch heuer zeigten Pfarren und kirchliche Einrichtungen großes Engagement, um christliche Werte auch beim Wirtschaften einer Pfarre oder eines Bildungshauses konkret werden zu lassen. In der Pfarre Graz-St. Veit wurden nun die Preise für besonders schöpfungsfreundliches Handeln übergeben.

Hemma Opis-Pieber durfte sich bei der Feierstunde nicht nur über zahlreiche umgesetzte Ideen freuen, sondern auch über den Beschluss der Bischofskonferenz, die Schöpfungsverantwortung der Kirche durch drei Projekte noch konkreter werden zu lassen: Nachhaltige Leitlinien für jede Diözese, ein Energiemanagement und eine ökofaire Beschaffungsordnung.

„Das Kaufen ist nicht nur ein wirtschaftlicher Akt, sondern immer auch eine moralische Handlung“ – den Satz aus der Ökologie-Enzyklika von Papst Franziskus stellte Bischof Wilhelm Krautwaschl an den Beginn seines Grußwortes. Alle Christinnen und Christen seien aufgerufen, bewusst zu handeln, zu wirtschaften, zu kaufen. „Denn unsere Nach- und Fahrlässigkeit bedeutet letztlich Mangel, Entbehrung, im Äußersten sogar Elend für andere.“ Die nunmehr Geehrten seien Vorbild für die Diözese und ein Zeichen der Hoffnung für die Armen der Erde, von denen Papst Franziskus in seiner Enzyklika so oft spreche. An seinen Dank schloss der Bischof die Bitte: „Bleiben Sie auf dem Weg!“

KA-Generalsekretär Erich Hohl dankte allen, die sich mit zahlreichen Initiativen engagieren, um die Schöpfung Gottes für die nachkommenden Generationen zu bewahren. Viele kleine und große Schritte seien nötig, um dieses Ziel zu erreichen. Solche Schritte setzen immer mehr steirische Pfarren und kirchliche Einrichtungen. Ernährung und Feste, Reinigung, Blumen und Kerzen, Energie, Büro und Geschenke – das waren die Bereiche, die heuer besonders im Fokus standen. Die Palette der realisierten Ideen erstreckt sich u.a. von Energiesparmaßnahmen über die ausschließliche Verwendung regionaler Produkte und biologischer Reinigungsmittel bis zu fairen Geschenken, einem Kostnixladen, Workshops und einer Drehscheibe für ökologischen und regionalen Einkauf.

Zehn Pfarren bzw. Einrichtungen wurden für besonders gelungene Projekte ausgezeichnet. Die „Schilcher Streich“ sorgte für die musikalische Umrahmung der Feierstunde. Im Anschluss konnten sich alle bei einem köstlichen Bio-Buffet vom „Tischlein deck dich“ stärken.


Die Preisträger:

Bildungshaus Mariatrost für vorbildhaftes Umweltmanagement
Pfarre Dechantskirchen für Ausdauer und Vorbildwirkung
Kindergarten Dechantskirchen für Bewusstseinsbildung und Klimaschutz
Pfarre Frohnleiten für Regionalität und Recycling
Pfarre Gratkorn für Innovation und Fairtrade (Sonderpreis Welthaus) 

Pfarre Hartberg für erneuerbare Energie
Haus der Frauen für Regionalität und Kreativität (Sonderpreis der Jury)

Pfarre Graz-Mariä Himmelfahrt für ein ganzheitliches Energiekonzept
Pfarrverband Krieglach-Langenwang für seinen nachhaltigen Pfarrhof
Pfarre Semriach für soziale Nachhaltigkeit und Ehrenamt

Gerti Lambauer

 

 

Foto: Gerd Neuhold

 

 

 

 

 

 



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